50 Jahre Abitur am Euregio-Gymnasium

Zeit ist ein relativer Begriff.“ So begrüßte Dr. Peter Ruppert, Abiturient des 1. Jahrgangs 1974, die aktuelle Abiturientia 2024. Im Rückblick auf seine eigene Schulzeit stellte er fest: „Jede Unterrichts­stunde schien eine Ewigkeit zu dauern, und die Ferien konnten nie früh genug kommen. Aber jetzt, wo ich hier stehe, scheint es, als wäre mein Abitur erst gestern gewesen.“ Daher gab er den 107 Abiturientinnen und Abiturienten den Rat mit auf den Weg: „Nutzen Sie diese Zeit weise und leben Sie jeden Moment mit allen Sinnen aus.“

Aus Anlass des 50. Abiturs am Euregio-Gymnasium waren auch zahlreiche „Goldabiturienten“ des Entlassjahrgang 1974 bei der diesjährigen Zeugnisübergabe als Ehrengäste zugegen. Daher schlug Schulleiter Jan-Bernd Lepping in seiner Ansprache die Brücke zwischen den beiden Abiturjahrgängen und prüfte Passagen aus der Abiturrede des Gründungsschulleiters, Dr. Werner Schneider, aus dem Jahr 1974 auf ihre Aktualität und Gültigkeit für 2024. Der formulierte seinerzeit unter Bezug auf das damalige 25jährige Jubiläum des Grundgesetzes: „Das Euregio-Gymnasium wird sich zum Ziele setzen, jeder Schülerin und jedem Schüler, aber auch jeder Kollegin und jedem Kollegen die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit zu gewährleisten. Der Respekt vor den Menschen wird deshalb Grundgesetz am Euregio-Gymnasium sein.“ Lepping wünschte dem Abiturjahrgang 2024, dass sie in diesem Sinne als echte „Euregianer“ durchs Leben gehen mögen.

Elternvertreterin Karina Kleinewegen, Euregio-Abitur 1994, gratulierte dem Jahrgang 2024 in einer fröhlichen und optimistischen Rede. Humorvoll beschrieb sie die kleinen Dramen des Schulalltags, z.B. wenn die Eltern abends um 22.00 Uhr gefragt wurden, ob sie noch einen neuen Zirkel mit Metallspitze hätten, weil zufällig am nächsten Tag eine Mathearbeit ansteht.

Lehrervertreter Oliver Haltermann griff das Abiturmotto auf: „Abi Vegas: 12 Jahre um jeden Punkt gepokert“ und versicherte den Abiturienten, dass die Lehrer ihrerseits die Noten gewürfelt hätten. Schülervertreter Antonio Buß Dias dos Santos ließ die Höhepunkte der Schullaufbahn Revue passieren, aber auch den Tiefpunkt: das Homeschooling in der Coronazeit: „Man brauchte irgendeine Beschäftigung, während man vor dem iPad saß und nicht zugehört hat. Netflix, Fortnite und Fifa waren da meine ersten Anlaufstellen.“

Begonnen hatte der Tag mit einem feierlich-fröhlichen Gottesdienst in Heilig Kreuz, den der Reli­gions­kurs von Julia Terodde gestaltete. Unterstützt wurden sie dabei vom Oberstufenchor unter der Leitung von Sarah Lissel.

Die Entlassfeier wurde musikalisch gestaltet von dem stimmgewaltigen Gesangstrio Clara Weigel, Thea Tekaat und Franziska Voskamp, die mit Songs wie „Stay“ von Rihanna für Gänsehautmomente sorgten. Begleitet wurden sie am Klavier von Referendar Paul Jadach, der mit seiner opernerprobten Stimme auch selber auftrat und etwa die Fußballhymne „You’ll Never Walk Alone“ atemberaubend interpretierte.

In diesem stimmungsvollen Rahmen nahmen die Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse entgegen. 43% von ihnen möchten ein Studium aufnehmen, 20% wollen dual studieren und 25,5% beginnen eine Ausbildung nach dem Abitur. Zehn erreichten die Traumnote 1,0, eine Eins vor dem Komma hatten 38. Damit lag der Notendurchschnitt bei 2,2. Besondere Ehrungen gab es noch für die Aktiven der SV und für die Besten in Mathematik (Maja ter Steege, Justus Ludwig), Physik (Justus Ludwig), Chemie (Malin Kondring), Deutsch (Friederike Schulte), Französisch (Helena Tenbrink, Cihan-Silvan Tireng) und Philosophie (Verena Klötgen).

Die Tutorenkurse 2024

Impressionen

Fotos: Frederike Tebroke, JB Lepping

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