Der GePo-Kurs der Jahrgangsstufe 9 von Frau Teupe gestaltet die Gedenkfeier zum Volkstrauertag mit.
Auch in diesem Jahr waren am Volkstrauertag, Sonntag, 16.11.25, wieder Schülerinnen des Euregio-Gymnasiums auf der Ehrenanlage des Bocholter Friedhofs an der Moltkestraße. Im Angesicht der 2.500 Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft haben sie die Gedenkfeier der Stadt Bocholt und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge mitgestaltet. Die stellvertretende Bürgermeisterin Gudrun Koppers hatte sich zur Vorbereitung mit dem Kurs im Unterricht getroffen. Nach ihrer Ansprache zur Eröffnung der Feier gab sie den vierzehn Schülerinnen das Wort.
Sie setzten sich in ihren Beiträgen mit Feldpostbriefen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auseinander. Mit Originalzitaten machten sie die Schrecken des Krieges, die physische und psychische Zerstörung der Menschen im Krieg erfahrbar. Der bei Beginn des 2. Weltkriegs 18jährige Ludwig Kerstin etwa schrieb: “Zu fallen ist nicht das Schlimmste für uns.” – ” Ich bekomme Grauen vor mir selbst.”
Obwohl die Jugendlichen auch ihre Ängste und Sorgen vor dem wachsenden Hass und der Anspannung in der Welt und vor der Wiedereinführung der Wehrpflicht zum Ausdruck brachten, endete ihr Beitrag doch mit hoffnungsvollen Gedanken.
Im Sinne von Margot Friedländer appellierten die Jugendlichen an alle Anwesenden: “Seien wir achtsam. Seien wir mutig. Und vergessen wir nie, was einmal war, damit es nie wieder geschieht.”
Als Symbol der Hoffnung verteilten sie an die ca. 80 Anwesenden zum Schluss kleine Päckchen mit Mohnsamen. “Die Mohnblume gilt als das Symbol des Gedenkens an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, weil rote Mohnblumen auf den verwüsteten Schlachtfeldern und den Gräbern der Soldaten aufblühten.” Somit ist sie ein Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod, für den Sieg der Hoffnung über den Wahnsinn von Krieg und Gewaltherrschaft.



