“6,6 Morde pro Stunde” – Morde am Fließband auf der Euregio-Bühne

Ein böser Mord in der Adenauerallee – doch wer mag der Täter sein? Weilt er etwa noch unter uns? Inspektorin Wallabee macht sich in dieser Kriminalkomödie auf die Suche nach dem Schuldigen und fühlt allen Verdächtigen hartnäckig auf den Zahn.Der Theaterkurs präsentiert am 11. und 12. Juni 2026 jeweils um 19 Uhr sein neuestes Bühnenstück. Musikalisch umrahmt wird das Event vom Chor und der Euroband. Tickets sind in der ersten und zweiten großen Pause im Sporthallenfoyer unserer Schule oder im Sekretariat zu erwerben. Wir freuen uns auf eine gemeinsame Spurensuche! Für die Jahrgangsstufen 7 bis 9 wird es eine Schulvorstellung am 11.06.2026 um 10:30 Uhr geben.

Ein „wenig Aula“ zurück im Euregio-Gymnasium

Das Theater-Musik-Event der Schule

Am Donnerstag- (11.06.) und Freitagabend (12.06.) präsentierten der Chor und die Euro-Band unter der Leitung von Sarah Lissel und der Oberstufen Theaterkurs unter der Leitung von Maria Köppen mit Marie Buyting in der Sporthalle des Euregio-Gymnasiums ihr Ergebnis monatelangen intensiven Probens.

Der Abend startete mit der skurrilen Kriminalkomödie „6,6 Morde“ von Andrea Freitag. Bereits durch den an Reinhard Mey angelehnten Prolog – vorgetragen von Mika Möllenbeck – „Der Mörder war immer der Gärtner“ wurde das Publikum darauf vorbereitet, dass Schein und Wirklichkeit durchaus voneinander abweichen können.

So war es sehr ratsam, sich von Anfang an den eigenen kritischen Blick zu bewahren und sich nicht von der übermotivierten und hartnäckigen Inspektorin „Wallabe“, interpretiert von Emma Hofmann, blenden zu lassen. Wallabe fühlte allen Verdächtigen unerbittlich auf den Zahn: Der krimi-interessierten und neugierigen Agatha Ford (Anni Kuhlmann), dem etwas verschrobenen Versicherungsvertreter Knut Waldemar Pietsen (Jule Sollfrank), dem coolen, toughen „Rocker“ Werner Karloff (Felicia Berns) und der affektierten, melodramatischen Baroness Melrose Winterbloom (Johanna Bieber) mit ihrem kühlen Butler James (Nora Tenbusch).

Nach und nach minimierte sich durch ein unerwartetes, ominöses Versterben der Tatverdächtigenkreis, worauf die Inspektorin mit zunehmender Verzweiflung reagierte („Ich verbiete ihm zu sterben, bis das Verbrechen aufgeklärt ist!“). Erst in der Abschlussszene wird deutlich, dass das gesamte Treffen nur Maskerade war: Die Inspektorin wird als Profikillerin auf der Suche nach „dem perfekten Verbrechen“ entlarvt und die Tatverdächtigen werden als Agenten sämtlicher Geheimdienste (BND; FBI, Secret Service) demaskiert.

Kunstvoll abgerundet wurde der Kultur-Abend durch den Auftritt des Oberstufenchors und der Euro-Band im Sporthallenfoyer. Unter der Leitung ihrer Musiklehrerin Sarah Lissel präsentierte der Oberstufenchor Songs wie „Der Mörder ist immer der Gärtner“, „Dance like David“, „City of Stars“ und „Die with a smile“. Die punkigen Rockklänge der Euro Band – bestehend aus Joscha und Mika Rodig, Emil Völkering und Emma Hofmann – luden das begeisterte Publikum zum Zujubeln und Mittanzen ein. Dorothee Varwick unterstützte am Klavier den Chorauftritt. Der Fetenausschuss der Oberstufe unterstützte mit Sekt und Laugengebäck das gesellige Miteinander. Ein Lehrer des Euregio-Gymnasiums resümierte zurecht final, dass an beiden Abenden die seit 2020 gesperrte Aula zurück in das Euregio gekommen ist.

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